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Dieter Kamp gestorben

Mister Handball "Dieter Kamp" gestorben.


Verstarb im Alter von 73 Jahren: Dieter Kamp

Unser langjähriges Mitglied Dieter Kamp , der viele Jahre mit an der Spitze
des Vereins stand und sich während dieser Zeit als engagierter,
verantwortungsvoller Mensch große Anerkennung erworben hat, ist am Samstag verstorben. Sein Name ist untrennbar mit dem Handball in unserer Stadt, dem SV Menden und der HSG Menden-Lendringsen als SVM-Nachfolger verbunden.

Dieter Kamp, der von 1969-1972 Abteilungsleiter des SuS Menden 09 war, gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Handballspielgemeinschaft Menden, die am 22.8.1972 ins Leben gerufen wurde und der Vorläufer für den am 1.Januar 1973 gegründeten Großverein Sportverein Menden e.V. war. Ziel dieser Spielgemeinschaft war es, Fortschritte für die Sportart Handball in der Stadt Menden möglich zu machen. Unter dem Leitgedanken: „ Nur Trainingsfleiß und Kameradschaft führen zum Erfolg“ nahmen zwölf Mannschaften in der Saison 1972/73 den Spielbetrieb auf. Dieter Kamp war der erste Jugendwart.
Schon in der ersten Hallensaison zeigte sich, dass bei guten Leistungen in Menden viele Zuschauer für den Handball zu begeistern sind. Dieter Kamp kümmerte sich mit großer Begeisterung um den Aufbau der Jugendabteilung. Unter seiner Leitung wurde sie zu einer der größten des Handballkreises Iserlohn, wenn nicht sogar darüber hinaus. Bereits in diesen Anfangsjahren versuchte Dieter Kamp, eine Damenabteilung innerhalb der Handballabteilung zu gründen. Schon 1979 erreichte man die Landesliga und im Jugendbereich wurde die weibliche B-Jugend unter seiner Leitung zum ersten Mal Südwestfalenmeister. Im gleichen Jahr rief Dieter die bis zum heutigen Tage sehr beliebte Borkumfreizeit ins Leben. Gerade diese Fahrten mit jungen Menschen waren ihm stets eine Herzensangelegenheit. "Ich verstehe die Leute nicht, die auf die Jugend von heute schimpfen. Wir haben in all den Jahren nie Probleme gehabt. Die frische Luft und der viele Sport machen die Kinder heute wie früher glücklich". "So eine tolle Sache gibt man einfach nicht auf, das ist Tradition und gelebte Jugendarbeit,"so Dieter in einem Interview mit der Westfalenpost anlässlich der 31. Borkumfreizeit.

Gerade die von ihm trainierte weibliche A-Jugend sorgte 1984 für Furore. Eine noch nie dagewesene Begeisterung erfasste die Mendener Zuschauer. Die mit über 700 Zuschauern ausverkaufte Walramhalle platzte aus allen Nähten. Mit großer Begeisterung trugen die Menschen diese Mannschaft von der Bezirksmeisterschaft zur Westfalenmeisterschaft bis hin zur Westdeutschen Meisterschaft. Erst im Halbfinale wurde der Siegeszug vom späteren deutschen Meister VfL Oldenburg gestoppt. Dieses erfolgreiche Team wurde komplett in die 1. Frauenmannschaft eingegliedert und so konnte der Verein von Dieters erfolgreicher Arbeit auch weiterhin profitieren. Die Damen schafften den Aufstieg in die Verbandsliga und nur 1 Jahr später erreichte man das westfälische Oberhaus.
Dieter hat auch nach dem Ende seiner Laufbahn als Trainer, Schiedsrichter und Verantwortlicher für die Borkumfreizeit nie den Kontakt zur Jugend des Vereins verloren. Lange Jahre war er als Funktionär und Kassierer des SV Menden hinter den Kulissen tätig und war sich nie zu schade, die unangenehmen Arbeiten für die Sportgemeinschaft zu erledigen. Große Unterstützung fand er immer auch durch seine Frau Margarete und seine Kinder Jürgen und Regina. „Das alles geht natürlich nur, wenn die Familie mitzieht", sagte Dieter Kamp einmal, wohlwissend dass ohne "seine" Margarete so ein großes Engagement nicht möglich wäre.
Wenn seine Zeit und seine Gesundheit es zuließen, war er immer ein gern gesehener Gast auf der Tribüne und verfolgte mit großer Freude die Spiele der Mannschaften seines Vereins.
Man könnte an dieser Stelle noch zahlreiche Erfolge und Ehrungen aufzählen. Besonders hervorzuheben ist vielleicht die Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2008. Sie drückt im besonderen Maße seine großen Leistungen aus. Wenn man heute die HSG Menden-Lendringsen mit ihren vielen Mannschaften im Jugendbereich betrachtet, dann steht ein Name ganz besonders für diese Entwicklung: Dieter Kamp.
Aber viel wichtiger als alle Ehrungen war ihm die vernünftige Jugendarbeit. „Nur Trainingsfleiß und Kameradschaft führen zum Erfolg“, dieses Motto drückt vielleicht am besten seine besondere Einstellung zum Handballsport aus.

In ihm haben wir einen guten Freund verloren, der sich bis zuletzt um das
Wohlergehen des Vereins bemüht hat.
Wir alle haben ihn als einen engagierten Sportler und Freund erleben dürfen, dem
Gerechtigkeit über alles ging und der stets um Ausgleich bemüht war. Wir trauern um einen ganz besonderen Menschen.
Seiner Familie gilt unser tiefes Mitgefühl.
Birgit Völker-Albrecht
Für die HSG Menden - Lendringsen und Sportverein Menden Abt. Handball


Birgit Völker-Albrecht
      Gesamtverein

eingestellt am 27.08.2012


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