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Ehrenpreis der Stadt Menden

Ein angagierter Sportler


Ehrung einer Instutution

Zitat des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau in einem Grußwort zu den seinerzeitigen 64. Deutschen Amateur-Box-Meisterschaften wie man es auch heute noch unterschreiben kann:
„Es lässt sich nicht leugnen, dass es auch engagierte Gegner des Box-Sportes gibt, deren Argumente ernstgenommen werden müssen. Im Box-Sport geht es ja nicht um Meter oder Sekunden. Hier werden in unmittelbarem Kampf mit einem Gegner Technik, Fitness, Mut und der Wille zum Sieg verglichen. So wichtig gerade die Förderung der beiden letzten Eigenschaften für junge Menschen ist, weil sie den Charakter formen und die Persönlichkeit bilden können, so notwendig ist es auch gerade am Box-Sport, dem Nachwuchs klarzumachen, wie sehr kämpferischer Einsatz ohne Augenmaß schadet. Auch die Trainer und Betreuer wissen um ihre besondere Verantwortung für den Amateur-Box-Sport. Ich begrüße es daher, dass die gemeinsamen Anstrengungen darauf gerichtet sind, den Faustkampf auf eine Sportart zu erhalten, in der es darum geht, sich mit einem anderen Menschen zu messen, ohne dessen Gesundheit zu verletzen und ohne die eigene aufs Spiel zu setzen“.
Und solch ein Funktionär / Trainer ist Wilhelm Hömberg, von allen liebevoll nur „Willi“ gerufen
Willi Hömberg, der auf eine 41-jährige Vereinstreue zurückblickt, kam recht spät zum Boxen - viel zu spät, wie er unumwunden zugibt. Im Alter von 23 Jahren fing alles an.
Man schrieb in das Vereinsarchiv den 1.1 des Jahres 1968
Normalerweise ist das ein Alter, in dem etliche Amateurboxer ihren Abschied vom aktiven Geschehen im Ring nehmen. Aber Hömberg biss sich durch, lernte unter der Anleitung von Helmut Lange, einst Meisterschafts- und Nationalmannschaftstrainer, jene Tugenden, die ihn heute noch auszeichnen - Trainingsfleiß und Ehrgeiz sind Hömbergs Markenzeichen, und sein damaliger Coach sagt noch heute: "Willi ist relativ spät zum Boxen gekommen. Er hat aber gut aufgepasst und sofort das umgesetzt, was ich als Trainer von ihn gefordert habe."

Willi Hömberg brachte es auf 46 Kämpfe, bevor er 1973 seine aktive Laufbahn beendete. Die Liebe zum Boxen ist geblieben, und so meisterte der Mendener die Kriterien zur Erlangung der Trainerlizenz.
Dabei ist es natürlich wichtig, das der Trainer in einem Boxverein über das entsprechende pädagogische Geschick und das notwendige Einfühlungsvermögen verfügt.
Jeder Trainer hat sein eigenes Konzept. Spitzensportler werden anders trainiert als Athleten, die im Breitensport zuhause sind oder nur Körperertüchtigung betreiben wollen.
Zahllose Kämpfer hatte Hömberg seitdem vor seinen Pratzen, jenen Trainingsgeräten, an denen noch heute die "dicksten Brocken" und schnellsten Filigranfighter geschult werden.
Und: Wenn Hömberg seinen Schützlingen Schnellkraftübungen wie die so genannte Springliegestütze in seinem Alter vormacht, erntet er immer wieder großes Staunen.
Wenn dabei von den Vereinsmitgliedern Kritik im positiven oder negativen Sinn geäußert wird, wurde dies von Willi aufgenommen und auch entsprechend umgesetzt.
Boxen hat nichts mit Schlägerei zu tun. Ein richtig koordiniertes Training, welches Aggressionen / Gewaltbereitschaft abbaut, wird in den Trainingseinheiten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aktiv erlebt.
Selbstdisziplin ist dabei Voraussetzung und wenn die physische und psychische Anstrengung erst einmal erlebt wird, lernt sich der eine oder andere vielleicht zum aller ersten Mal kennen.
Über das Training wird ein Bewusstsein von solidarischem Handeln erreicht, das nicht nur die Achtung für den andern entwickelt sondern auch das Gefühl der Zugehörigkeit und des Miteinanders stärkt. Man wird selbstbewusst durch das sportliche Erfolgserlebnis und entdeckt, wie die eigenen motorischen Fähigkeiten entwickelt und ausgebaut werden.
Wer die Vielseitigkeit des „Fechtens mit der Faust“ kennen lernen will muss dieses schon selbst erleben. Wer einmal die Freude am Boxsport erlebt hat, den lässt die Faszination nicht mehr los.


Doch nicht nur als jahrelanger Trainer war Willi im Einsatz. Nachdem Gerhard Deutschmann als 1. Vorsitzender sein Amt an Jüngere übergeben wollte, konnte nur Willi Hömberg dieses Amt noch zusätzlich bekleiden um den Boxsport in Menden am Leben zu halten.
Ab 1990 konnte er sich wieder voll auf seine Trainertätigkeiten konzentrieren da er Unterstützung von den auch jetzt noch aktiven Vorstandskollegen erhielt.
Willi Hömberg bindet sich nicht über Jahre an ein „Projekt“, sondern will vor allem Starthilfen für „Projekte“ geben, die zur besseren gesellschaftlichen Integration und zu einem sportlichen und gesunden Leben von Menschen beitragen, die es in unserer Gesellschaft besonders schwer haben.

Willis Einsatz ist auch ein Dankeschön an alle ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer in unserer Sportbewegung und darüber hinaus, die mit ihrem freiwilligen Engagement zur Lösung oder Minderung sozialer Probleme in unserer Gesellschaft beitragen.

Willi Hömberg,- ein Mann, ohne den es die Boxsportabteilung des Sportverein Menden 1864e.V. in der heutigen Form nicht geben würde.
Herzlichen Dank sagt der Vorstand

Dieter Fröndt
1.Abteilungsvorsitzender (Boxen)




Dieter Fröndt
      Boxen

eingestellt am 11.02.2010


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